Banjo-Tooie - Review

Story: Die Hexe Gruntilda ist wieder da! Dieses Mal aber nicht alleine, denn ihre Schwestern eilen ihr zu Hilfe! Zwei Jahre lang war Grunty unter einem Felsbrocken begraben, den ihr treuer Diener Klungo leider nicht entfernen konnte. Während Banjo, Kazooie, Mumbo und Bottles Karten spielen, fängt die Erde pötzlich an zu beben. Mumbo macht sich auf den Weg herauszufinden, welche Ursache das Beben haben könnte. Dabei macht er eine schreckliche Entdeckung: Gruntildas Schwestern haben diese mit einem Zauberspruch aus ihrem ,,Gefängnis“ befreit und schmieden Rachepläne! Doch was ist das? Ist das wirklich Grunty? Die zwei Jahre unter der Erde haben sie in ein Skelett verwandelt. Die Hexen entdecken Mumbo und verfolgen ihn, dieser jedoch rennt so schnell es geht zu den anderen um ihnen zu erzählen, was er gesehen hat. Banjo und Kazooie folgen ihm nach draußen um nachzusehen, während Bottles die Rückkehr Gruntildas nur für einen Scherz hält. Gruntildas stärkster Zauber trifft Banjos Haus, in dem sich der arme Bottles befindet, welcher diesen Zauber nicht überlebt. Gruntilda versucht nun mittels einer neuartigen Maschine die Energie von Lebewesen auszusaugen und diese dann auf sich zu übertragen. Doch sie hat die Rache von Banjo und Kazooie vergessen! Die beiden machen sich den Weg, der Hexe noch ein Mal in den Hintern zu treten und Bottles' Tod zu rächen.

Grafik: Die Grafik des Spiels ist für damalige Zeiten auf gewohnt hohem Niveau. Die Charaktere und Umgebungen wurden liebevoll gestaltet und sind farbenfroh, nur selten wirken Charaktere etwas zu eckig. Schöne Wassereffekte verwöhnen das Auge noch dazu. In den zwei Jahren Entwicklungszeit hätte man die Grafiken aber dennoch etwas polieren können: Es sieht so aus, als hätte Rare die Grafikengine des Vorgängers einfach beibehalten und so gut wie nichts daran verändert.
Sound: Wie auch beim Vorgänger werden die Schauplätze bei Banjo-Tooie mit schönen Melodien und Soundeffekten unterstrichen. Jedes Lied besitzt einen hohen Ohrwurmfaktor und veranlasst den Spieler zum Mitsummen. Wie gewohnt besitzt jeder Charakter einen eigenen Soundeffekt, der seine Stimme darstellen soll.

Gameplay: Die Steuerung des Spiels funktioniert super einfach: Jedem erlernten Move wird eine Tastenkombination zugeordnet, die sehr schnell ins Blut übergeht. In Banjo-Tooie gibt es viel zu tun: Man muss Puzzelstücke finden um neue Welten zu öffnen, Noten einsammeln um von Jamjars neue Moves zu erlernen, Jinjos retten, verschiedene Eier-Typen einsetzen um im Spiel voranzukommen oder Banjo von Kazooie trennen. Wer wollte denn nicht schon mal mit Kazooie alleine auf Entdeckungstour gehen? Wenn ihr im Spiel nicht weiterkommt, dann macht euch auf zu Mumbos Schädel und übernehmt dessen Kontrolle. Mit seiner Magie kann er es dem Duo beispielsweise gestatten unter Wasser atmen zu können. Den Job Banjo in neue Gestalten zu verwandeln übernimmt diesmal Humba Wumba, eine wunderschöne Indianerin. Diese verwandelt Banjo z. B. in eine Waschmaschine oder in einen T-Rex! Die großen Welten sorgen leider für zu große Unübersicht. Anfangs verläuft man sich schnell in den weitläufigen Levels: Abhilfe sollen aber Teleporter schaffen, die euch in verschiedene Bereiche der Welten teleportieren.

Fazit: Banjo-Tooie ist ohne Frage ein ebenbürtiger Nachfolger, der ,,Banjo-Kazooie“ aber nicht ganz das Wasser reichen kann. Bis man alle einsammelbaren Gegenstände gefunden hat vergehen viele, viele Spielstunden. Während der gesammten Spielzeit wird man dafür aber bestens unterhalten: Typisch für Rare gibt es z. B. sehr viele Gags, die euch sicher nicht nur einmal schmunzeln lassen. Wer auf der Suche nach einem tollen Jump 'n Run ist, der wird sich mit diesem Spiel mehr als zufrieden geben. Allen, die dieses Spiel noch nie gespielt hatten, empfehle ich, das schnellstmöglich nachzuholen.