Donkey Kong: King of Swing - Review

geschrieben von Blank

Neugierig könnte man bei diesem Spieletitel werden: Endlich ein Nachfolger der berühmten Donkey-Kong-Country-Reihe? Oder vielleicht ein Handheld-Sequel zum grandiosen Donkey Kong 64? Nein, leider weit daneben. Donkey Kong: King of Swing orientiert sich eher am Hangelspiel Clu Clu Land von 1984 und gräbt demnach ein völlig anderes Gameplay, als man es von Donkey Kong gewohnt ist, aus.

Story: Die Story fällt ziemlich kurz aus - Die Affen wollen eine Urwaldparty veranstalten, bei der es darum geht, die meisten Münzen - oder zumindest mehr als seine Widersacher - einzusammeln. Wer am Ende als Sieger aus diesem Turnier hervorgeht, soll schließlich zum Junglekönig gekrönt werden. Doch wäre es kein Nintendospiel, wenn nicht irgendein Bösewicht plötzlich auftauchen und die besagten Münzen stehlen würde: König K. Rool platzt in die Party, stiehlt die Münzen und Medaillen und krönt sich somit vorerst selbst zum Junglekönig. Donkey Kongs Aufgabe ist es nun, durch die 20 verschiedenen Levels in 5 Welten zu kommen und dabei das gestohlene Gut wiederzufinden. Hat man das Spiel einmal durchgespielt, kann man es erneut durchspielen - Diesmal allerdings auch mit Diddy Kong als spielbarem Charakter.

Das Gameplay ist, wie bereits erwähnt, quasi eine Neuauflage des NES-Spiels Clu Clu Land von 1984. Der Spieler muss sich an Gruppen von Bällen durch die Levels hangeln, um letztendlich ganz oben anzukommen und somit das Level zu beenden. Während dieser Hangelpartien sammelt er Bananen ein, die lediglich dazu dienen, seine Herzen später wieder aufzufrischen, sofern er von einem Gegner (Mäuse, Krokodile, das DK-Typische eben) getroffen wird. Weiterhin gibt es Extra-Items, die das Spielgeschehen ein wenig abwechslungsreicher gestalten sollen: Kristallkokosnüsse, Bonusfässer und Schalter, die sich betätigen lassen, indem man sich mit einer Hand daran festhält, all dies soll das Spiel auflockern. Neben dem Abenteuermodus gibt es ebenso noch einen Mehrspieler- bzw. Minispielmodus, bei dem gegen 3 Computergegner oder Freunde angetreten werden kann. Die 5 Minispiele unterscheiden sich nicht allzu sehr voneinander und bauen auf dem selben Prinzip wie der Abenteuermodus auf - Allerdings gibt es hier 8 spielbare Charaktere.

Am gewöhnungsbedürftigsten am Spiel ist ganz klar die Steuerung und das daraus resultierende Gameplay. Befindet sich der Spieler einmal an den Festhaltebällen, muss er sich durch ständiges Drücken der L- und R-Taste nach oben hangeln, man ist also ununterbrochen in Bewegung - Hält sich der Spieler nur mit einer Hand fest, wird Donkey Kong ununterbrochen im Uhrzeigersinn drehen, was das Koordinieren der Sprünge und des Weiterhangelns manchmal zu einer wahren Tortur macht.

Fazit: Leider wird die Steuerung und das neuartige (bzw. neu aufgelegte) Gameplay dieses Spiels nicht optimal ausgenutzt, alles wirkt mit der Zeit gleich und eintönig. Besonders frustrierend ist es, wenn man fast ganz oben an einem Level angekommen ist und dann runterfällt, weil man von einer quirligen Ratte heruntergeschlagen wird und aufgrund der schlechten Koordinierung sowieso bis fast ganz unten fällt. Großartig Zeit kostet das allerdings auch nicht, denn die 20 Levels sind allesamt viel zu kurz, was sich auf die gesamte Spielzeit auswirkt - Die fällt sehr mau aus. Wer eine Fortsetzung der beliebten Country-Reihe sucht, oder wie ich auf einen würdigen Nachfolger des tollen Donkey Kong 64 wartet, der sollte von Donkey Kong: King of Swing am besten gleich die Finger lassen. Für Liebhaber von Clu Clu Land und anderen Spaßspielen für zwischendurch ist dieses Spiel aber vielleicht eine tolle Beschäftigung. Es bleibt also weiterhin zu hoffen, dass auch nach der Trennung von Nintendo und Rare noch ein gutes Spiel der DK-Reihe erscheinen wird...


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