Donkey Konga - Review

geschrieben von Blank

2003 erschien ein Donkey Kong der etwas anderen Sorte, entwickelt von Namco (Bekannt vor allem durch die Beat-'Em-Up-Reihe "Tekken"), in dem der schwerfällige Affe diesmal nicht Kremlings prügeln, sondern kräftig in seine neuen Bongos schlagen sollte.

Die Story ist sehr kurz gefasst und ehrlich gesagt braucht solch ein Spiel auch keine Story, aber erwähnt sei sie hier trotzdem einmal kurz: Donkey Kong und Diddy Kong finden die sogenannten Bongos und hegen den Verdacht, diese könnten etwas mit Bösewicht König K. Rool zu tun haben, weshalb sie die Bongos zu Cranky Kong bringen. Dieser versichert ihnen allerdings, dass an dem Musikinstrument nichts Böses sei und bringt sie dazu, damit zu spielen - Oder zumindest erst einmal zu üben, denn die beiden Affen sind anfangs alles andere als talentiert im Umgang mit den Bongos.

Diese Bongos spielen natürlich demnach auch im Gameplay die größte Rolle. Denn statt dem normalen Gamecube-Controller wird dem Spiel ein Bongo-Controller mitgeliefert, mit dem die Lieder im Spiel gespielt werden - Der Spieler kann trotzdem mit dem normalen Controller spielen, wenn ihm die Bongos nicht zusagen. Im Mittelpunkt des Spiels steht das Nachspielen von Lieder, indem man mit den Bongos quasi die Perkussion spielt. Man muss die Noten treffen, die am Bildschirm entlang scrollen, die es in verschiedenen Varianten gibt. Man kann die linke Seite der Bongo schlagen, ebenso wie die rechte, aber auch klatschen, oder gleichzeitig schlagen - Vieles wird vom Spieler gefordert.

Dieses Notengedresche mit den Bongos unterteilt sich in verschiedene Spielmodi. Der wichtigste und somit Hauptspielmodus ist das Straßenkonzert. Hier spielt der Spieler einzelne Songs um sich somit Münzen zu verdienen. Mit diesen Münzen lassen sich weitere Lieder und Extras freischalten. Der zweite Modus, der Marathon, kann allein und zu zweit gespielt werden. In diesem Modus werden soviele Lieder hintereinander gespielt, wie es der Spieler schafft. Er muss dabei gut genug sein, sodass der Leistungsbalken stets im grünen Bereich bleibt - Schafft man dies nicht, ist das Spiel vorbei und die Punktzahl wird dem Highscore hinzugefügt. Im Duell-Modus spielen zwei Spieler gegeneinander, wobei es hier noch einige Änderungen zum Einzelspielermodus gibt. Mit bestimmten Noten kann man hier beispielsweise den Punktestand des Gegner auf Null senken, wenn man diese perfekt trifft. In der Jam Session sind den Spielern (Diesmal 1-4) keine Noten vorgegeben, ebenso gibt es kein Zeitlimit. Die Spieler müssen die Noten frei nach Gedächtnis spielen und man kann solange spielen, bis man das Spiel beendet - Dann gewinnt natürlich der Spieler mit den meisten Punkten. Neben den normalen Notenmodi gibt es noch die Affige Arcade-Action, in der man zuvor gekaufte Minispiele spielen kann. Diese ganzen Modi findet man in DK Town, wo man sich ebenfalls neue Songs, Soundsets für die Bongos und Minispiele kaufen kann.

Fazit: Auf den ersten Blick mag Donkey Konga den ein oder anderen Spieler skeptisch stimmen, da es außer den Charakteren wenig Typisches der Donkey-Kong-Reihe zu bieten hat. Spielt man sich allerdings erst einmal ein, will man gar nicht mehr aufhören. Jede Edition (Japan, Amerika, Europa) besitzt ihre eigenen Songs und so können euroäische Spieler neben beliebten Nintendo-Themes auch Klassiker wie "You Can't Hurry Love", "All The Small Things", "Don't Stop Me Now" oder "Wild Thing" nachspielen. Das Kaufen neuer Songs, die Minispiele und besonders die Soundsets für die Bongos haben mich für sehr lange Zeit an das Spiel gefesselt, da dieser immense Sammlerdrang gegeben ist und man auch wirklich solange Spaß hat, bis die Sache komplett ist. Donkey Konga ist wirklich ein toller Zeitvertreib, der unheimlich viel Spaß macht und auch mal eine Abwechslung von anderen Spielen bietet.


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