Diddy Kong Racing - Review

geschrieben von Blank

Kurz, nachdem Mario Kart 64 1996 Rennspielfans begeisterte, setzte Rare im folgenden Jahr mit Diddy Kong Racing ein weiteres Meisterwerk in das Rennspielgenre auf dem Nintendo 64. Ziel des Spiels war es, auch im Einzelspielermodus bis zum letzten Rennen Spaß zu machen, den Spieler mit dem Fortschreiten mehr zu fordern und natürlich wieder den typischen Rare-Humor einzubringen. Doch würde ein Rennspiel, dessen Charaktere zum Großteil neu und unbekannt waren, eine Chance gegen einen Giganten wie Mario Kart 64 haben, was den Spielspaß und die Beliebtheit angeht? Mehr dazu wie gewohnt im Fazit.

Schon die Story hebt das Spiel mächtig von seinem Nintendo-Pendant ab: Tiger Timbers Eltern wollen in den Urlaub fahren und Timber mit seinen Freunden auf deren Insel lassen, damit sie genug Zeit haben um sich mit spaßigen Autorennen ein bisschen die Zeit zu vertreiben. Allerdings will ihnen Wizpig, ein Schwein mit schwarzmagischen Fähigkeiten, einen Strich durch die Rechnung ziehen und manipuliert die Gehirne der 4 Inselwächter, welche nun die Strecken der Freunde beschlagnahmen. Die einzige Möglichkeit, die Insel wieder in Ordnung zu bringen, besteht darin, alle Strecken zu meistern, die Inselwächter wieder zur Vernunft zu bringen und die goldenen Luftballons einzusammeln, die überall verteilt auf der Insel sind. Timber und seine Freunde bitten daher auch Diddy Kong, Banjo und Conker (Diese 3 Charaktere sollten jedem Rare-Liebhaber ein Begriff sein!) um Hilfe, denn ihr bester Fahrer Drumstick wurde von Wizpig in einen Frosch verwandelt.

Das Gameplay mag auf den ersten Blick hier und da einiges mit Mario Kart 64 gemeinsam zu haben, allerdings wird man nach ein wenig verstrichener Spielzeit merken, dass die beiden Spiele sich vollkommen voneinander unterscheiden. Diddy Kong Racing ist mehr ein Adventure, als ein reines Rennspiel, nur, dass es eben in Fahrzeugen gespielt wird. Apropos Fahrzeuge: Auch hier punktet Diddy Kong Racing, denn neben dem Standardauto lassen sich später auch Flugzeug und Hovercraft auswählen. Natürlich gibt es dementsprechend auch spezielle Strecken, die nur mit bestimmten Fahrzeugen gefahren werden können. Schaut man sich die Strecken an, sucht man vergeblich nach stinknormalen Renncups, die es zu bewältigen gilt - Vielmehr beinhaltet Diddy Kong Racing verschiedene Welten, die sich in mehrere Strecken unterteilen. Fährt man die Strecken zum ersten Mal, muss man lediglich die Erstplatzierung erreichen um den goldenen Ballon zu erhalten - Hat man dies in allen Strecken einer Welt geschafft, darf man das erste Mal gegen den Boss antreten.

Doch, wenn hier schon Schluss wäre, wäre dieses Spiel ja keine Konkurrenz für Mario Kart 64. Nachdem der Boss - Welcher mit ziemlich miesen Mitteln gewinnen möchte - das erste Mal besiegt wurde, müssen seine Strecken erneut gemeistert werden, diesmal aber nach einem anderen Prinzip: In den Levels sind nun Silbermünzen auf der ganzen Strecke verteilt - Der Spieler muss diese alle einsammeln und natürlich am Ende auch Erster sein, ergo kann sich hier niemand beschweren, dass es ihm zu leicht ist. Hat man nun wieder alle Strecken geschafft, kommt es zu einem zweiten, schwereren Rennen gegen den Boss. Ist dieser auch zum zweiten Mal überwältigt, folgt die abschließende Trophy Race, in der es nochmal (Nun können wir von einem Cup sprechen) gilt, alle Strecken hintereinander zu fahren - Man muss nun wieder als Erster abschließen.

Neben den Welten gibt es auch noch einige andere Dinge, wie z.B. die Herausforderungen gegen Elefanten-Dschinn Taj, gegen den der Spieler hin und wieder antreten muss, sowie die Zeitrennen von Uhrmann T.T., welcher nach Beendigung seiner Rennen letztendlich auch ein Spieler sein wird. Auf der gesamten Insel sind hier und da geheime Ballons versteckt und wer ganz fleißig ist, kann sich nach dem Sieg über Endboss Wizpig sogar noch über eine geheime Welt freuen.

Fazit: Obwohl ich persönlich ja die Mario-Spiele anhimmle, gefällt mir Diddy Kong Racing um Längen besser als sein Rennspiel-Pendant Mario Kart 64. Das Spiel bietet neben dem stinknormalen Cup-Alltag viele spaßige Extras, die in anderen Rennspielen viel zu kurz kamen. Die 3 verschiedenen Fahrzeuge, die verschiedenen Herausforderungen und die Bosskämpfe, all dies macht das Spiel interessant und spaßig bis zum finalen Boss - Und selbst nach diesem gibt es ja noch etwas zu tun. Die Musik ist grandios und platzt regelrecht vor Ohrwürmern, die Grafik ist bunt und hübsch und die Steuerung ist viel kontrollibarer als bei anderen Rennspielen. Wer nicht dem Klischee "Mario-Spiele sind eh besser!" verfallen ist, der sollte sich Diddy Kong Racing dringend zulegen, sofern er das noch nicht getan hat - Es macht Spaß, sieht gut, wird von wunderschöner Musik begleitet und bietet sehr lange viel Spaß!


(c) Copyright by www.toadtown.de - Weiterverwendung von Seiteninhalten nur mit Genehmigung des Webmasters!
Impressum | Team | Kontakt | Link Us | RSS-Feeds | Multimediaxis
Powered by Frogsystem 2 © 2007, 2008 Frogsystem-Team