Mario Party - Review

Ein Brettspiel mit den berühmtesten Figuren des Pilzkönigreichs - Das habt ihr euch schon immer gewünscht? Nun, dann sollte ich euch vielleicht einmal die Spielreihe Mario Party näherführen. Im ersten Teil der berühmten Spielserie hat der Spieler die Wahl zwischen 6 Charakteren, mit denen er die verschiedenen Spielbretter mit ihren unzähligen Minispielen betreten kann. Einmal gestartet, beginnt ein Würfeln und Umherlaufen der Extraklasse: Mario Party ist kein eintöniges Spiel wie "Mensch ärgere dich nicht!", sondern bietet dem Spieler - besonders zu viert - eine ganz neue Dimension voller Spielspaß.
Story: Ein Brettspiel braucht nicht unbedingt eine ausgefallene Story, deshalb hält sich Mario Party hier auch recht kurz. Eines Tages sind die 6 Nintendohelden beieinander und rätseln gemeinsam, wer denn der größe Superstar von ihnen sei. Wario ist fest davon überzeugt, dass ein Superstar Muskeln und viel Durchschlagskraft haben muss - In diesem Punkt stimmt ihm allerdings nur Donkey Kong zu. Toad hingegen meint, Mario würde einen perfekten Superstar abgeben, vielleicht sogar auch Peach, oder der energiegeladene Dinosaurier Yoshi. Es kommt zu einem Streit über dieses Thema, welchen Toad gerade noch so vor der Eskalation bewahren kann: Er schlägt den Helden vor, die Röhre nach Pilzstadt zu nehmen um auf den dort vorhandenen Spielbrettern herauszufinden, wer der größte Held ist. Allerdings warnt er die Gruppe ebenfalls davor, dass dieser Weg steinig und gefährlich werden kann, denn auf den Spielfeldern lauert die ein oder andere Tücke, die den Helden das Leben schwer machen könnte. Mario und die anderen zögern jedoch nicht, so schnell wie möglich dorthin zu reisen, da sie alle heiß darauf sind, die Antwort auf ihre Frage zu finden.

Das Gameplay verspricht Spaß ohne Ende, wenn man erstmal "drin" ist. Auf dem Spielbrett angekommen, wird zuerst ausgelost, wer als Erstes würfeln darf - Danach geht es auch schon los. Am Anfang jeder Runde (Die Anzahl der Runden ist im Menü einstellbar) würfelt der Spieler mit einem Würfel mit den Zahlen von 1-10. Hat er dies getan, beginnt er seine "Reise" über das Spielfeld, auf dem er auf verschiedenen Feldern landen kann, die das Spielgeschehen beeinflussen werden. Blaue Felder schenken dem Spieler Münzen, während ihm rote solche stehlen und ?-Felder geheimnisvolle Ereignisse mit sich bringen. Am Ende jeder Runde, also nachdem jeder Spieler einmal gewürfelt und sich fortbewegt hat, folgt jeweils ein Minispiel, bei dem die Spieler abhängig von der Farbe des Feldes, auf dem sie momentan stehen, einem Team zugelost werden. Stehen alle 4 Spieler auf einem gleichfarbigen Feld, müssen alle gegeneinander antreten, befindet sich 1 Spieler auf einem roten, der Rest auf einem blauen Feld, spielen die 3 Spieler im Team gegen den Einzelnen, und so weiter. Diese Minispiele reichen von Skateboardfahren über Seilspringen, bis zur Flucht vor hungrigen Buu-Huus. Nach jedem Minispiel beginnt die nächste Runde, die ebenso wie die vorherigen abläuft. Gewonnen hat das Spiel am Ende der Spieler mit den meisten Sternen, die das Ziel des Spiels darstellen. Diese Sterne erhält man einerseits, indem man sie für 20 Münzen an einem zufälligen Ort des Spielbretts kauft, oder durch Bonusbelohnungen: Die meisten gewonnenen Minispiele, der höchste Kontostand an Münzen, all dies kann ebenfalls Sterne einbringen, die zum Sieg führen.

Neben diesem Hauptspielmodus kann der Spieler nebenbei auch die kleine Pilzstadt erkunden. In einem der Häuser lassen sich sämtliche Musikstücke des Spiels sowie die Soundeffekte der Charaktere anhören, in einem anderen wiederum alle freigeschalteten Minispiele spielen. In der Pilzbank werden die Sterne, Münzen und Items des Spieler verstaut - Items kann er im Pilzladen ergattern, welche er anschließend zu seinem Vorteil auf dem Spielbrett einsetzen kann. Insgesamt bietet das Spiel neben der Storyline auch ein wenig Freiraum für den Spieler, wenn er gerade nicht auf dem Brett umherlaufen möchte.

Fazit: Mario Party ist eigentlich das perfekte Partyspiel für zwischendurch, wenn gerade mal ein paar Freunde da sind. Es bietet viel Spielspaß über lange Zeit und die Minispiele sind schön abwechslungsreich, vorausgesetzt man kennt noch nicht alle in- und auswendig. Dennoch gibt es etwas, das man dem Spiel negativ ankreiden kann: Soviel Spaß die Minispiele auch machen, sie verlocken nur so dazu, den N64-Controller bis an seine Grenzen zu treiben. Besonders die Minispiele "Pedalen-Power" und "Großes Tauziehen" verlangen vom Spieler, den 3D-Stick in ungeheurer Geschwindigkeit im Uhrzeigersinn zu drehen - Was den Stick auf Dauer völlig ausgeleiert hat, was sich später nicht nur auf Mario Party negativ auswirkt. Sieht man von diesem Manko ab - was man andererseits auch der Verarbeitung des Controllers zuschreiben sollte - ist Mario Party eines der besten Multiplayerspiele, die Nintendo zu bieten hat - Auch allein macht es viel Spaß, aber schließlich steht das "Party" in Mario Party ja nicht für "allein".