Mario Party Advance - Review

2005 war es endlich soweit: Auch Mario Party feierte ein Handheld-Debüt, hier erstmals auf dem Game Boy Advance. Überraschenderweise wurde der sonst primäre Mehrspielermodus komplett in den Hintergrund gestellt, das Spiel wurde auf ein Einzelspielerspiel umgekrempelt. Welche Unterschiede das mit sich brachte und wie es sich auf den Spielspaß auswirkte, erfahrt ihr hier.
Die Story fällt wie üblich ziemlich kurz aus: Bösewicht Bowser platzt mal wieder Toad ins Gespräch und stiehlt sämtliche Minispiele und Giddings (Spielzeuge von Professor I. Gidd), die der Spieler wiederfinden muss. Hierbei ist es Aufgabe des Spieler, Charaktere aus Pilz-City zu besuchen und ihnen zu helfen, damit diese ihm die Giddings geben können - Dazu aber mehr beim Gameplay.

Gameplay: Wer mit Mario Party Advance einen typischen Mario-Party-Titel erwartet, der sollte sich diesen Abschnitt gut durchlesen, denn dieses Spiel unterscheidet sich grundlegend von seinen Vorgängern auf der Konsole. Als Erstes ist zu sagen, dass es keine Vielzahl von Spielbrettern gibt - Das ganze Spiel spielt auf einem großen Spielbrett, welches in verschiedene Gebiete, wie z.B. Pilz-City oder eine Wüste, unterteilt ist. Auf diesem großen Brett wird auch wieder gewürfelt, allerdings ebenfalls nach einem anderen System. Der Spieler hat eine bestimmte Anzahl an Pilzen, ein Pilz wird zum einmaligen Würfeln benötigt. Die gewürfelte Zahl bestimmt, wie weit sich der Spieler auf dem Brett fortbewegen kann um zu einem Ort zu gelangen. Nach einigen Würfelrunden folgt immer eine Minispielrunde, bei deren Sieg man neue Pilze zum Würfeln gewinnt - Wer hier verliert, hat schon ein großes Problem, denn sobald einem alle Pilze ausgehen, ist das Spiel vorbei.
Schlüsselpunkte des Spiels sind die Quests, die überall auf dem Spielbrett warten. Oft geht es darum, dass ein Verbrechen geschehen ist und der Spieler anschließend 3 Verdächtige befragen muss, um anschließend gemeinsam mit Detektiv Shroomlock den Täter anhand seiner Aussagen zu finden. Oft gibt es für abgeschlossene Quests dann natürlich Minispiele und die gesuchten Giddings als Belohnung.
Neben dem Einzelspielermodus in Pilz-City gibt es auch das sogenannte Spiele-Land, wo der Spieler, ähnlich wie bei Wer wird Millionär?, 15 Minispiele absolvieren und somit 1.000.000 Münzen gewinnen kann - Neben einigen anderen Minispielen. Weiterhin gibt es das Party-Land, welches den Multiplayermodus darstellt. Hauptsächlich wichtig sind hier Duellspiele zwischen 2 Spielern, was den alten Mehrspielermodus immer noch ein bisschen untergehen lässt. Im letzten Modus, dem Minispiel-Land, kann der Spieler verschiedenste Herausforderungen annehmen um Münzen für Extra-Giddings zu gewinnen.

Fazit: Es steht zwar Mario Party auf diesem Spiel, allerdings hat es nicht allzu viel mit seinen Vorgängern gemeinsam. Wichtig ist diesmal der Einzelspielermodus mit seinen vielen Quests - Diese machen Spaß und unterhalten den Spieler, aber das gewohnt freundliche Mario-Party-Feeling möchte einfach nicht aufkommen. Ärgerlich ist es, wenn man einmal eine Minispielrunde verliert und somit schon bald ein Game Over hinnehmen muss, weil einem viel zu schnell die Pilze ausgehen. Das unterbricht Quests mittendrin und somit auch den Spielfluss. Alles in allem ist das Spiel kein schlechtes und durchaus spielenswert, aber wer ein gutes Mario Party für einen Handheld sucht, der sollte unbedingt zum überragenden Mario Party DS greifen.