Mario Party DS - Review

Mit Mario Party DS erschien 2007 das bereits 11. Spiel der Serie und gleichzeitig das erste Mario Party auf dem Nintendo DS. Die große Frage ist: Kann der DS-Titel mit den Stärken der Konsolenspiele mithalten und das beliebte Mario-Party-Feeling rüberbringen? Mehr dazu im Fazit.
Die Story ist gewohnt spaßig angehaucht und diesmal spielt Bowser wieder den Hauptbösewicht. Alles beginnt an einem sonnigen Abend im Pilzkönigreich, als Mario und seine Freunde über Himmelskristalle sprechen, die Mario in der Nacht zuvor vom Himmel fallen sah. In ihrer Begeisterung bekommen sie Besuch von Kamek, der Einladungen von Bowser verteilt - Dieser lädt Mario und seine Freunde zu einem Festessen ein, um all seine bösen Taten wieder gutzumachen. Doch wann konnte man dem Koopa-König schonmal vertrauen? Richtig, noch nie. Beim Festessen holt er seinen neuen Zauberstab heraus, schrumpft Mario und seine Freunde und verteilt die Himmelskristalle auf die verschiedenen Spielbretter des Spiels. Anschließend entsorgt er die Gruppe, welche nun auf verschiedenen Spielbrettern bestehen muss um an die verlorenen Kristalle zu gelangen.

Typisch für Mario Party ist natürlich wieder das Gameplay, welches das ganze Spiel wie ein typisches Brettspiel aussehen lässt - Nur eben mit unzähligen Extras. Nach dem bewährten Muster treten 4 Charaktere auf einem Spielbrett gegeneinander an, die zu Allererst einmal um die Aktionsreihenfolge würfeln. Anschließend geht es auch schon los: Auf den Spielbrettern, die voller Felder zum Interagieren sind, würfelt jeder Spieler einmal und vollführt die Aktion, die sein Zielfeld bestimmt, danach folgt ein Minispiel - Je nachdem, auf welchen Feldern die Charaktere gelandet sind, ergeben sich die Teamonstellationen, von 2 gegen 2 bis jeder gegen jeden ist alles möglich. Sehr interessant sind diesmal die Bosskämpfe, die es nach jedem Spielbrett zu meistern gilt. Jeder Spielbrettbesitzer wird von einem Boss (Beispielsweise Knochentrocken oder ein Hammer-Bruder) belästigt, gegen den der Spieler nach Beendigung des Brettes ein Minispiel gewinnen muss, um weiterzukommen. So muss man beim Hammer-Bruder z.B. eine Melodie nachtrommeln, um seine Noten abzuwehren, bei einer Piranha-Pflanze rettet man sich mit einem Fallschirm vor ihrem Atem und bewirft sie mit Bomben.

Den größten Anteil an Spielumfang und Spielspaß nehmen dennoch wieder die Minispiele ein. Der DS kann diese (Genau wie die Wii) durch seine Funktionen (Touchpen, Mikro) optimal verbessern und mehr Spaß hereinbringen. Ob Gurkenschälen, Quietscheentchenfahren, Tellerwaschen oder Gegner fotografieren in einem Labyrinth, die Ideen der Minispiele reichen wieder bis an die "Was zum?!"-Grenze, machen aber dennoch von vorn bis hinten Spaß.
Übrigens: Wer irgendwann im Spiel mal Angst haben sollte, dass er verliert, dem kann ich nur sagen - In diesen 10 kurzen Runden ist alles möglich. Ein wunderbares Beispiel, das ich vor Kurzem erlebt habe: Bis zur 9. Runde war Wario Spitzenreiter, er hatte geschlagene 3 Sterne mehr als ich. In der letzten Runde hatte ich allerdings das Glück, noch einmal ein Duell-Feld betreten zu können. Wie durch Magie stoppte der Einsatz-Zeiger bei "2 Sterne" und nach dem gewonnen Duellminispiel hatte ich das gesamte Spiel doch noch für mich entscheiden können. Soll heißen: Das Spiel platzt aus allen Nähten mit Dingen, die das Spielgeschehen auf den Kopf stellen können.

Fazit: Mario Party DS harmoniert einfach super mit der Technik des Nintendo DS. Die Minispiele machen durch den Einsatz des Touchpens in verschiedenen Situationen noch mehr Spaß als je zuvor und bringen einfach mehr Vielfalt in das Spiel. Das Spiel strotzt nur so vor Überraschungen, die das gesamte Spielergebnis auf den Kopf stellen können - Das macht das Ganze spannend und unvorhersehbar. Insgesamt macht das Spiel also einen Super-Eindruck. Die comicartigen Zwischensequenzen sind wunderschön gestaltet, die Charaktere sympathisch wie immer und die Bretter unterscheiden sich in jeder Hinsicht vollkommen von einander. All diese Punkte lassen Mario Party DS auch im Einzelspielermodus unheimlich viel Spaß machen - Was ja in dieser Spielreihe nicht immer der Fall war. Und eh ich jetzt noch stundenlang das Fazit ausweite und euch somit das komplette Spiel vorwegnehme, gibt es von mir das gewohnte: "Kaufen!". Es lohnt sich - Selten hat ein Mario Party so viel Spaß gemacht.