Paper Mario: Die Legende vom Äonentor - Review

geschrieben von Blank

Nach dem charmanten ersten Teil der Paper-Mario-Reihe ließ es sich Intelligent Systems nicht nehmen, den Nintendo Gamecube für einen Nachfolger zu nutzen. Paper Mario: Die Legende vom Äonentor orientiert sich stark am Spielprinzip seines Vorgängers auf dem Nintendo 64, bietet allerdings viel mehr Spielfreiheit, -umfang und optionale Inhalte für Sammelfreunde.

Story: Dieses Mal steht nicht die Entführung Prinzessin Peachs durch Bowser im Vordergrund, sondern eine mysteriöse Legende, die sich um die Hafenstadt Rohlingen rankt. Laut dieser Legende steht Rohlingen in Verbindung mit einer versunkenen Stadt, über welche die interessantesten Dinge erzählt werden. Prinzessin Peach entscheidet, mit Mario ein wenig Urlaub in Rohlingen zu machen und wird nach ihrer Ankunft auf eine alte Frau aufmerksam, die ein mysteriöses kleines Kästchen verkauft, in der laut ihrer Aussage eine Karte der versunkenen Stadt verborgen sein soll. Angetan von diesem Geheimnis, kauft sich Peach das Kästchen, verschwindet allerdings kurz darauf spurlos. Als Mario von dem Verschwinden seiner Liebsten erfährt, sucht er Professor Gumbarth auf, der angeblich einige Dinge über das Mysterium der versunkenen Stadt weiß. Er hat zumindest herausgefunden, dass die versunkene Stadt betreten werden kann, wenn man die 7 magischen Kristallsterne findet, die - wie sollte es auch anders sein - an den verschiedensten Orten des Pilzkönigreichs versteckt sind.

Das Gameplay ist ähnlich dem aus Paper Mario für den Nintendo 64. Man steuert Mario und seine Gefährten durch eine Welt, die eine Mischung aus 2D- und 3D-Grafik darstellt. Wird ein Gegner berührt, wechselt die Ansicht in ein rundenbasiertes Kampfsystem, welches einige Neuerungen erfahren hat: So können jetzt die Dekorationen der Bühne umfallen und den Gegner treffen, was ihm Schaden oder den ein oder anderen Zustand zufügen kann. Ebenfalls Einfluss auf das Kampfgeschehen hat das Publikum. Dieses kann Steine auf Mario oder den Gegner werfen, aber den Spieler genau so gut mit Pilzen versorgen. Mit steigendem Level wird die Kampfbühne und somit das Publikum größer, weshalb sich die Interaktionen von Zeit zu Zeit verändern. Eine weitere Neuerung des Spiels ist die noch bessere Nutzung der Papierwelt durch Mario - Dieser kann sich diesmal auf speziell gekennzeichneten Platten in ein Papierflugzeug oder ein Papierschiff verwandeln, um an Orte zu gelangen, an die er sonst nicht gelangen kann. Blockiert ein Gitter Marios Weg, so dreht er sich einmal um 90°, sodass er seitlich durch das Gitter hindurchlaufen kann. All diese Neuerungen machen das Spielprinzip des ersten Teils komplexer, besser und vor allem interessanter.

Fazit: Als großer Fan der Mario-RPGs freue ich mich sowieso auf jeden neuen Titel dieser Reihe, Paper Mario: Die Legende vom Äonentor wird allerdings sicher auch den Leuten gefallen, die sich mit den Mario-RPGs noch nicht so sehr beschäftigt haben. Die Möglichkeiten, Marios Papierform zum Weiterkommen zu nutzen, sind verdammt spaßig und der Humor des Spiels ist allgemein ein riesengroßer Pluspunkt. Wer also Lust auf ein gutes Mario-RPG mit einer großen Spielwelt und vielen Dingen zum Entdecken hat, der sollte sofort zugreifen, wenn er dieses Spiel einmal in einem Ladenregal stehen sieht.


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