Super Mario Ball - Review

Super Mario Ball unterscheidet sich deutlich von anderen Mario-Spielen: Anstatt durch bunte 2D-Levels in Jump'n Run-Manier herumzuhüpfen, kugelt unser italienischer Held nun in Ballform durch abgeschlossene Welten, die unterschiedliche Pinball-Bretter darstellen. - Eine menschliche Flipperkugel also.

Story: Eines Tages besuchen Mario und Prinzessin den Freizeitpark des Pilz-Königreiches, "The Fun Fair", um dort eine Himmelskanone zu testen. Diese presst den Anwender in eine Ballform, um diesen dann mit voller Wucht abzuschießen. Gesagt getan, lässt sich einer der Toads auf der Kanone zu einem Ball pressen, um danach auf ein Ziel geschossen zu werden. Angetan von der kleinen Spielerei, möchte auch die Prinzessin die Kanone austesten. Doch dabei erreicht sie nicht ihr eigentliches Ziel: 2 Gumbas, Bowsers Schergen, lenken die Kanone vor dem Schuss um, sodass Peach direkt in das Schloss von Bowser katapuliert wird und dort gefangen bleibt. Und nun kommt natürlich wieder Mario zum Einsatz, der wieder einmal tapfer die Prinzessin befreien muss.

Gameplay: Zu einer Kugel verarbeitet, schlägt sich der rot gekleidete Held nun durch jede Menge Welten, die wie Flippertische aufgebaut sind, und sich optisch stark unterscheiden. Insgesamt 30 unterschiedliche Welten stehen dabei zur Verfügung, vom Jahrmarkt, bis zu Wüsten, Eisgebirgen oder Bowsers Palast persönlich. Bei den unterschiedlichen Tischen gibt es natürlich durch Interaktion mit Objekten oder dem Treffen von Gegnern Punkte einzusammeln, die einen Pinball-typischen Highscore bilden. Dabei gibt es natürlich auch jede Menge Objekte einzusammeln, die entweder besonders viele Punkte liefern, oder eine besondere Eigenschaft mit sich bringen. Sterne sind etwa in der Lage, verschlossene Türen zu öffnen, die Mario in weitere Abschnitte des Flippertisches befördern. Mit Hilfe von 4 Schlüsseln, die von besonderen Bossgegnern bewacht werden, kann auch das Große Tor zu Bowsers Festung geöffnet werden. Natürlich sind Extra-Räume nicht immer sofort sichtbar: Einige Geheimareale lassen sich nur durch Tricks erreichen, wie etwa das Bewegen eines Eisblockes auf eine rissige Eisstelle.
Bei Toad kann der Spieler hin und wieder neue Items kaufen, die die Chancen auf dem Flippertisch steigern, wie beispielsweise ein Yoshi-Ei, das als zweiter Ball dient oder ein Blitz der prompt alle Gegner auf dem Feld eliminiert.
Vor allem optisch besticht das Spiel: Die unterschiedlichen Charaktere wurden geschickt so animiert, das sie sehr dreidimensional wirken, auch wenn auf dem Gameboy Advance natürlich keine echten 3D-Modelle möglich sind.

Fazit: Super Mario Ball mag zwar unterhalten, bietet jedoch eher wenig Abwechslung und vor allem Freunde von Flipperspielen werden hier viele wichtige Elemente vermissen: Die Highscores halten sich eher im Hintergrund, da das Finden von Sternen und Schlüsseln das Hauptelement des Spiels ist, auch ein Mehrspielermodus fehlt. Auch der fehlende Bumper mag verwirren. Nichtsdestotrotz besticht das spiel vor allem durch die saubere Optik und kann gut für Kurzweile sorgen.