Super Mario Bros.: The Lost Levels - Review

geschrieben von Blank

Super Mario Bros.: The Lost Levels ist der eigentliche Nachfolger vom erfolgreichen Super Mario Bros., welcher allerdings in seiner Originalform nie außerhalb Japans erschien. Grund dafür war der extrem hohe Schwierigkeitsgrad, weshalb sich Nintendo of America schließlich dagegen entschied, das Spiel in Amerika zu veröffentlichen. Für Spieler zugänglich gemacht wurde das Spiel allerdings mit dem Bundle-Spiel Super Mario Allstars, welches die ersten 3 Super-Mario-Bros-Teile inklusive The Lost Levels enthielt, allerdings mit neuen Grafiken. Mittlerweile ist die 8-Bit-Version des Spiels ebenfalls für die Virtual Console der Nintendo Wii erhältlich. Wer sich über die Screenshots dieses Reviews wundern wird: Für dieses Review wurde die aufgepeppte Version gespielt, die im besagten Bundle Super Mario Allstars enthalten war.

Die Story bedarf hier keiner großen Erzählung, denn sie ist genau genommen identisch zu der des Vorgängers des Spiels: Prinzessin Toadstool wurde von König Bowser entführt und von diesem in einem seiner Schlösser versteckt. Marios (oder wahlweise auch Luigis) Aufgabe ist es wieder einmal, durch verschiedene Welten zu springen, die Schergen Bowsers aus dem Weg zu räumen und letztendlich dem Koopa-König persönlich den Garaus zu machen.

Das Gameplay unterscheidet sich geringfügig vom ersten Teil der Reihe, auch wenn die Spiele auf den ersten Blick identisch aussehen. Herausgenommen wurde der Mehrspielermodus, der Spieler kann jetzt nur noch zu Beginn des Spiels wählen, ob er mit Mario oder Luigi spielen will. Die Welten, in denen das Spiel spielt, sind in etwa genau so wie im ersten Teil aufgebaut, allerdings macht es nun einen Unterschied, welchen der beiden Brüder man gewählt hat: Ist Mario plumper und kräftiger, so ist Luigi wendiger und kann viel höher und weiter springen als sein Bruder. Wer mit Mario begonnen hat und das Spiel dann mit Luigi fortsetzt, wird sofort einen Unterschied spüren, denn er ist nicht sehr klein.

Ansonsten folgt das Spielprinzip ganz den Richtlinien seines Vorgängers: 8 Welten zu je 4 Levels müssen gemeistert werden, wobei das 4. Level einer Welt das Schloss Bowsers darstellt, an dessen Ende auch ein Kampf gegen den bösen König wartet. Vorsichtig muss man in diesem Spiel allerdings mit ?-Blöcken sein: Als Neuerung gibt es diesmal den Giftpilz, der sich farblich und auch vom Effekt her von seinem Superpendant unterscheidet: Berührt Mario diesen Giftpilz, hat das dieselbe Wirkung, als würde er einen Gegner berühren - Es kann also auch mal ein Game Over dabei herauskommen. Des Weiteren sollte man sich vor Windböen in Acht nehmen. Diese neuen Hindernisse wehen gewöhnlich von links nach rechts und haben genug Kraft, den Spieler bei zu wenig Vorsicht in einen Abgrund zu stürzen. Ebenfalls neu ist es, dass Gegner sich mehr an die Umgebung anpassen: So findet man Gumbas und Koopas z.B. auch unter Wasser, während die springenden Cheep-Cheeps auch in der Luft zu finden sind.

Fazit: Ich denke, es war eine ganz weise Entscheidung, dieses Spiel nicht außerhalb Japans erscheinen zu lassen - Denn der an manchen Stellen unnötig schwere Schwierigkeitsgrad hätte den Beliebtheitsgrad der Mario-Reihe damals vielleicht in eine ganz andere Richtung getrieben. Das Remake des Spiels in Super Mario Allstars sieht hübsch aus und ist durch die neue Speicherfunktion auch einen Tick leichter, aber die übertrieben happigen Passagen des Spiels bleiben, und das nimmt dem eigentlich tollen Spiel immer wieder die Luft aus den Segeln. Insgesamt ist Super Mario Bros. The Lost Levels also ein recht gutes Spiel, was aber zurecht nicht allzu populär gemacht wurde. Die Ansätze und wenigen Neuerungen sind wirklich gut, aber beim besagten Schwierigkeitsgrad könnte man meinen, die Leute von Nintendo wollten ihre Spieler einmal richtig hart auf die Probe stellen. Kein schlechtes Spiel, aber an vielen Stellen einfach unnötig schwer!


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