Super Mario Galaxy - Review

Es ist wieder so weit - Nach 5 Jahren des Wartens ertönt das berühmte "Here we go!" wieder über die Lautsprecher von Fernsehern vieler Nintendo-Fans, denn Super Mario Galaxy erschien 2007 als Marios Debüttitel auf der Nintendo Wii. Und diesmal heißt es: Ein wenig Altes, ein wenig Neues - Die Mischung machts.
Storytechnisch musste Bowser diesmal wieder von Anfang an als Bösewicht herhalten, doch diesmal will es der Koopa-König scheinbar ein wenig übertreiben. Durch das Stehlen der Großen Powersterne gelangt er an eine Macht, die ihm sehr zu gefallen scheint: Er kann frei durch das gesamte Universum reisen und hat Einfluss auf die einzelnen Planeten und Galaxien, in denen er die Großen Powersterne versteckt hat. Natürlich gibt es nur eine Sache, die ihm mit dieser Macht in den Sinn kommt: Die Prinzessin zu entführen. Doch wenn man schonmal die Macht hat, nutzt man diese natürlich gleich voll aus, also entführt er nicht nur Peach, sondern nimmt gleich das ganze Schloss mit. Mario verschlägt es daraufhin irgendwie ins große Universum, wo er von Rosalina, einer mysteriösen Frau, und deren Sterne, genannt Lumas, aufgenommen wird. Und dann kann es auch schon losgehen - Fleißig Kurse durchwühlen und Sterne sammeln!

Das Gameplay könnte besser kaum sein und das zeigen auch die Bewertungen und Kritiken des Spiels. Viele Kurse lassen wieder das bei Super Mario Sunshine etwas kurz gekommene Super-Mario-64-Feeling aufkommen und erinnern auch ein wenig an jene Kurse aus dem N64-Klassiker. Man spielt wieder nach dem altbewährten Prinzip: Es warten massig Planeten, in denen es jeweils mehrere Sterne zu holen gibt, die auf die verschiedenste Art und Weise zu erreichen sind. Eine wesentliche Neuerung ist hier der Kometenmodus. Manche Sterne, die man bereits erspielt hat, gilt es noch einmal zu holen - Allerdings unter veränderten Bedingungen. Einmal bewegen sich die Gegner schneller als vorher, ein andere Mal muss man ein Wettrennen gegen einen Doppelgänger bewältigen und wenn man ganz mutig ist, besiegt man den kürzlich bezwungenen Boss noch einmal mit nur einem einzigen Kraftpunkt. Der Rest ist typisch Mario, so wie wir ihn lieben: Sprungeinlagen, Gegner-auf-den-Kopf-Gespringe, Wandsprünge bis in den Himmel und Bosse, die einem gern die Mütze vom Haupt pusten würden. Wie gesagt - Besser könnte es kaum sein, Nintendo hat hier wirklich viel Liebe zum Detail walten lassen und es macht bis zum Ende hin Spaß. Und wer nach dem ersten Durchspielen noch nicht genug hat, der erlebt das ganze Abenteuer noch einmal - Nur mit Luigi als Spieler, nicht Mario.

Fazit: Anfangs ist das Spiel ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn man kopfüber auf einem Mini-Planeten umherläuft und drei Hasen fangen muss - Da muss man sich wirklich erst einmal hereinfinden. Aber wenn man erstmal so weit ist, wird man sich spätestens im zweiten Kurs, wo man als Bienen-Mario durch die Lüfte schwebt, in das Spiel verlieben. Hat es dort immer noch nicht gefunkt - Keine Angst, das Spiel bietet mit seinen etwa 40 Galaxien (Kursen) genug Zeit und Spielspaß für jeden Skeptiker. Man kann ohne zu übertreiben sagen, dass Super Mario Galaxy eines der besten Spiele von Nintendo ist, weil es einfach sehr lange sehr viel Spaß macht. Und wenn man dann noch berücksichtigt, wie grandios der Orchester-Soundtrack klingt, kann man sich fast alt und grau suchen nach Dingen, die an diesem Spiel schlecht sind.