Super Mario Kart - Review

geschrieben von Blank

Im Jahre 1992 erschien ein sehr ungewöhnliches Spiel auf dem Super Nintendo: Mario und seine Freunde hüpften diesmal nicht durch Welten, während sie dabei Bowsers Schergen verprügelten, sondern sie standen sich diesmal allesamt in einem Kartrennen gegenüber. Mittlerweile zählt Super Mario Kart mit über 8 Millionen verkauften Exemplaren zu den bestverkauftesten SNES-Spielen und auch der Großteil der Kritik fiel dementsprechend gut aus.

Das Gameplay ist ziemlich simpel. Der Spieler wird in ein Kart gesteckt und steuert einen der 8 Charaktere aus verschiedenen Mario-Spielen über die vielen Strecken. Dabei gibt es außer Gas geben, bremsen und steuern allerdings noch einige weitere Elemente, damit das Spiel nicht schon nach wenigen Minuten langweilig wird. Durchfährt man eine scharfe Kurve, sollte men beispielsweise einen Hopser ausführen um anschließend um diese Kurve driften zu können - Andernfalls wären viele der Kurven im Spiel unmöglich zu meistern, ohne die Streckenabsperrung zu rammen oder in den Sand zu fahren. Auf den Strecken befinden sich außerdem Münzen und Items, die sich einsammeln lassen. Die Münzen sind wichtig, denn sie erhöhen einerseits die Maximalgeschwindigkeit des Karts und schützen den Spieler andererseits davor, ins Schleudern zu geraten, wenn er von einem anderen Kart gerammt wird. Items sind besonders nützlich um die gegnerischen Fahrer anzugreifen. Mit Panzern, Bananen und Blitzen stört man seine Widersacher erheblich bei der Weiterfahrt, während man sich selbst mit einem Pilz einen Boost verschaffen kann. Die Perspektive des ganzen Spiels ist rennspieltypisch: Man sieht den Fahrer stets von hinten und steuert ihn so geradeaus durch die Strecken, während man auf der unteren Hälfte des Bildschirms die Karte der Strecke und die Position der Gegner angezeigt bekommt.

Super Mario Kart hat einige verschiedene Spielmodi, welche auch Rennen mit 2 Spielern möglich machten - Aber erst einmal zum Einzelspieler: Hier gibt es den Mario Kart GP und den Time Trial. Im ersten der beiden Modi fährt man Cups mit verschiedenen Strecken gegen Computergegner, bis man am Ende einen Pokal erhält - Sofern man einen der ersten 3 Plätze erreicht. Schafft man es nicht mindestens auf den 4. Platz, so zählt das Rennen nicht als gemeistert und muss wiederholt werden. Die Rennen bestehen aus jeweils 5 Runden. Im Time Trial gilt es logischerweise, die beste Zeit beim Fahren eines Rennens zu erreichen.

Neben dem Einzelspielermodus, gibt es auch 3 verschiedene Modi für mehrere Spieler: Mario Kart GP, Match Race und der Battle Mode. Der Mario Kart GP unterscheidet sich nicht sehr vom gleichnamigen Einzelspielermodus. Der zweite Spieler nutzt hierbei die untere Hälfte des Screens. Im Match Race wählen die Spieler eine Strecke um anschließend ein Rennen gegeneinander zu fahren, ganz ohne Computergegner. Der Battle Mode fordert die Spieler erneut zu einem Kampf gegeneinander auf, diesmal aber auf speziellen Strecken. Jeder Spieler startet mit 3 Ballons - Diese Ballons müssen dem Gegner mit Items weggeschossen werden, denn wer zuerst alle 3 Ballons verliert, verliert auch das Spiel.

Genauer hinschauen sollte man in Super Mario Kart auch bei der Wahl des Charakters, denn diese unterteilen sich in 3 verschiedene Klassen. Während z.B. Toad und Koopa leichte Charaktere sind und somit die beste Steuerung haben, sind diese zwei - was die Topgeschwindigkeit angeht - langsamer als beispielsweise Schwergewicht Bowser. Als Anfänger sollte man vielleicht erst einmal zu Mario oder Luigi greifen, da diese beiden am besten ausbalanciert sind.

Fazit: Super Mario Kart ist ein tolles Spiel, welches damals einen der wichtigsten Grundsteine für heutige Rennspiele gelegt hat. Viele Spiele versuchten es nachzuahmen, ja sogar zu toppen, aber sie scheiterten allesamt. Anfangs ist die Steuerung ein Punkt der Gewöhnung - Ich zumindest hatte arge Probleme, die scharfen Kurven ordentlich zu bekommen. Ist man allerdings erst einmal so weit, kann man sich zurücklehnen und in den verschiedenen Spielmodi dieses wunderschöne Spiel genießen. Die Strecken sind einfach, machen aber dennoch viel Spaß und fordern den Spieler von Cup zu Cup mehr. Von den weiteren Stärken des Spiels sollte sich allerdings jeder selbst überzeugen, denn eine Stunde Spielzeit dieses Titels sagt mehr als 1000 Worte.


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