Super Smash Bros. Brawl - Review

geschrieben von Blank

Bereits zum dritten Mal schlagen sich eine Vielzahl berühmter Nintendo-Charaktere nun die Köpfe ein. Die Anzahl der spielbaren Charaktere stieg schon mit dem Vorgänger, Super Smash Bros. Melee, sehr an - Doch diesmal gibt es ganze 35 Charaktere, die einem zur Auswahl stehen. Im September 2008 hat sich das Spiel bereits über 7 Millionen mal verkauft.

Eine Story gibt es im sogenannten Subraum-Emissär, einem neuen Adventure-Modus des Spiels. Man beginnt mit Mario, Kirby, Peach und Zelda in einem Stadium, welches von Meta Knights Flugschiff angegriffen wird. Ab diesem Vorfall häufen sich die Vorfälle in der Smash-Bros.-Welt - Eine Kreatur namens Uralter Minister schickt an die verschiedensten Orte der Welt seine kleinen Gehilfen, die R.O.B.s, welche dort Bomben installieren, welche ihre Umgebung in ein dunkles Violett tauchen - Der sogenannte Subraum. In diesem Sidescroll-Beat-'Em-Up-Modus trifft man mit der Zeit auf alle Charaktere des Spiels und versucht herauszufinden, wer hinter all den Vorfällen steckt, bis sie am Ende selbst den Subraum erforschen und Bekanntschaft mit einem neuen, kaltherzigen Endboss machen. Der Subraum-Emissär ist der einzige Spielmodus, in dem man alle spielbaren Charaktere freischalten kann, alternativ zu einer bestimmten Anzahl an Brawl-Matches oder ähnlichen Methoden.

Das Gameplay orientiert sich an den Vorgängern der Smash-Bros.-Reihe, weist allerdings Unmengen an Neuerungen auf. Weiterhin gilt es, dem Gegner durch Angriffe und Smashes erst einmal seine Schadensanzeige hochzutreiben, um ihn schließlich von der Stage zu schlagen. Eine nennenswerte, große Neuerung ist der sogenannte "Ultra-Smash", der jedem Charakter zur Verfügung steht. Zerschlägt man einen Smash-Ball, der immer mal wieder auf der Stage erscheint, entfesselt der Charakter seine speziellsten Kräfte und kann eine spektakuläre Spezialattacke ausführen, die bei jedem Charakter anders gestaltet ist, meist eine Referenz auf seine Spielreihe ist und bei richtigem Einsatz mehrere Gegner von der Stage fegen kann. Natürlich sind auch wieder eine Menge neuer Charaktere dabei, diesmal unter anderem auch Gastauftritte wie Solid Snake (Metal Gear Solid) und Sonic (Sonic The Hedgehog). Insgesamt sind 35 Charaktere spielbar, von denen sich einige auch verwandeln können und somit wiederum neue Charaktere freisetzen. Ebenfalls interessant ist, dass die Stages jetzt auch eine große Auswahl an Interaktionsmöglichkeiten bieten. Luigi's Mansion lässt sich z.B. komplett zerschlagen, die Eldin-Brücke wird von einem Bossgegner aus Twilight Princess in der Mitte zertrümmert unddie ?-Blöcke im Pilzkönigreich offenbaren natürlich Pilze und andere Items.

Ein weiterer sehr interessanter Aspekt des Spiels ist seine immense Fülle an optionalen Inhalten. Schreitet man im Spiel voran und erfüllt besondere Bedingungen, schaltet man sich in der Rubrik "Meilensteine" die verschiedensten Dinge frei. Diese Belohnungen reichen von normalen Trophäen, Aufklebern, über Stages, Musikstücke und sogar Demo-Versionen von Nintendo-Klassikern, wie z.B. Super Mario Bros., The Legend Of Zelda: Ocarina of Time oder Metroid. Um alle diese Meilensteine freizuschalten, bedarf es viel Spielzeit, was aber keineswegs den Spielspaß trübt. Je länger man spielt, desto größer wird auch die Auswahl der zu spielenden Modi. Hat man am Anfang den Klassisch-Modus und den Subraum-Emissär, schaltet man sich später im Spiel z.B. noch den Allstar-Modus, die Bosskämpfe des Subraum-Emissärs und viele neue Einzelspieler-Missionen frei. Wer also schon das Trophäensammeln aus Super Smash Bros. Melee gemocht hat, wird hier von der Fülle an freischaltbaren Dingen fast erschlagen werden. Und das Tolle an der ganzen Sache: Es macht Spaß - bis zum Ende.

Ebenfalls erwähnen sollte man die riesige Auswahl an Musik in diesem Spiel. Insgesamt 36 Komponisten arbeiteten am Soundtrack von Super Smash Bros. Brawl mit, was man an der Vielfalt der Musiktsücke erkennt. Lieder aus allen möglichen Nintendo-Titeln, als Original, als Neuauflage, als Remix, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Musikstücke lassen sich im Spiel auch auf Wunsch anhören, viele von ihnen müssen allerdings erst freigeschaltet werden - Sieht man im Kampf einmal eine CD herumliegen, sollte man diese also schelunigst aufheben, da sich hinter ihr immer ein Musikstück verbirgt.

Fazit: Nachdem schon Super Smash Bros. Melee wirklich Spaß gemacht hat, ob nun allein oder mit Freunden - Super Smash Brawl. erklimmt noch viel größere Höhen, was Spielspaß und vor allem Dauermotivation betrifft. Mir fällt nichts ein, was man diesem Spiel negativ ankreiden könnte, denn man sieht auf Anhieb, wieviel Mühe und vor allem Liebe zum Detail in diesem Spiel steckt. Eine Riesen-Auswahl an Charakteren, unzählige optionale und sammelbare Dinge, Spielspaß ohne ein sichtbares Ende. Einer meiner persönlichen Favouriten des Jahres 2008, wenn nicht sogar das Spiel des Jahres 2008.


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