Wario Land - Review

Wario Land erschien 1994 mit dem Beinamen "Super Mario Land 3" als drittes Jump'n Run im Mario-Universum für den Gameboy und setzte vor allem spielerisch neue Noten. Der Beiname mag zunächst etwas irreführend sein: Anders als seine Vorgänger, spielen wir hier nicht den bekannten Klempner Mario, sondern seinen Gegenspieler Wario.

Story: Als erstes Spiel mit Wario als Hauptrolle, knüpft dieses an die Handlung von Super Mario Land 2 - Golden Coins an. - Wario wurde wieder aus Marios Schloss vertrieben, das er besetzt hatte und ist nun auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. Als er erfährt, dass eine Gruppe von Piraten eine Goldstatue von Prinzessin Peach gestohlen haben sollen, bricht er zur Bergung dieser auf, von deren Erlös er sich fest vornimmt, ein eigenes Schloss zu kaufen. Gesagt getan, bricht er auf zur sogenannten "Pfeffer-Insel", auf der sich die Piraten niedergelassen haben, und kämpft sich durch unzählige unterschiedliche Levels.

Gameplay-technisch bewegt sich der Spieler wie gewohnt durch zweidimensionale Levels, in denen er herumspringt, Blöcke zertrümmert und Gegner bezwingt. Typisch für das Genre kämpft sich Wario dabei durch die Levels von 7 unterschiedlichen, an deren Enden jeweils ein besonderer Boss-Gegner wartet. Dem Fiesling stehen, im Gegensatz zu Mario, jedoch eine ganze Reihe anderer Fähigkeiten und Gegenstände zur Verfügung: Ebenso, wie der rote Klempner, ist er etwa in der Lage zu springen, betäubt die Gegner jedoch auf diese Art nur, sodass er sie packen und werfen kann. Als zweite Fähigkeit, seinem Markenzeichen, steht ihm der Rippenstoß zur Verfügung, mit dem er durch Rammattacken Blöcke zertrümmern und Gegnern den Garaus machen kann.
Natürlich gibt es auch wieder einige Items, mit deren Hilfe er die Gestalt wechseln kann. Bei diesen handelt es sich jedoch nicht um die typischen Pilze oder Feuerblumen, sondern etwa um Knoblauch, Drachenmasken, oder Jet-Helmen. Der Knoblauch verwandelt ihn etwa in Stier-Wario, der über einen mächtigeren Rippenstoß verfügt und Stampfattacken auf den Boden ausführen kann. Die Drachenmaske und der Jet-Helm verleihen ihm die Fähigkeit Feuer zu spucken, bzw. über einen begrenzten Zeitraum eine waagrechte Strecke zu fliegen.
Ein besonderer Motivator, die Levels aufmerksamer zu durchsuchen, stellen die Schätze dar: In vielen der Levels gibt es versteckte Schätze, in Form von Kronjuwelen, Kelchen, u.ä., zu finden, die nach dem Durchspielen die Chance auf eine noch viel schönere Behausung steigern und so den Spieler ermuntern, das Spiel zu 100% durchzuspielen.

Fazit: Wario Land macht im Vergleich zu seinem Vorgänger vieles anders, was jedoch nicht als negativ zu betrachten ist: Das etwas andersartige Gameplay macht mächtig Laune, die unterschiedlichen Levels und Boss-Gegner erscheinen gut ausgearbeitet und die vielen Schätze und Münzen im Spiel motivieren den Spieler ungemein dazu, alle Geheimnisse zu entdecken. - Mit diesem Spiel gelang ein guter Einstieg in die heutige Wario Land-Reihe.