Wario World - Review

geschrieben von Blank

Das Entwicklerteam Treasure machte im Jahre 2003 mit Wario World einen gewagten Schritt in der Geschichte der Mario-Videospiele. Ziel des Teams war es, ein spaßiges Action-Adventure mit Bösewicht Wario in der Hauptrolle herauszubringen, welches besonders durch seinen roten Humorfaden bestechen sollte, was schon beim Lesen der Bedienungsanleitung des Spiels auffällt.

Story: Wario, Antiheld der Nintendo-Reihe und übergewichtiger - Verzeihung, muskulöser Vetter Marios ist wieder einmal von einer seiner Schatzsuchen zurückgekehrt und hat ein Juwel gefunden, das all seine bisherigen Funde in Schönheit und Einzigartigkeit übertrifft: Das Schwarze Juwel. Fasziniert von seiner Schönheit und dem ganzen Gefunkele, was sowieso das einzige ist, wofür der gelbhösige Mops noch Augen hat, bemerkt dieser nicht, dass sein neues Juwel ein ganz besonderer Schatz ist - und zwar ein verfluchter. Dem Schwarzen Juwel wohnt Legenden zufolge ein furchtbarer Fluch bei, der jedem, der es stahl, bereits immer Leid und Kummer brachte. Natürlich weiß das Juwel bestens Bescheid, was Wario Leid und Kummer bereiten kann - Es verstreut all sein Hab und Gut über die 4 verschiedenen Welten des Spiels. Ein Pech auch, dass Wario zu diesem Zeitpunkt gerade mal wieder irgendeinen Münzhaufen zählt, einen Pokal poliert, oder irgendeinen anderen seiner Schätze bewundert, als dies passiert. Ehe er sich versieht, steht er vor einem leeren Schloss, welches ihn förmlich dazu antreibt, seine Besitztümer wiederzuerlangen. So macht sich Marios Vetter mit dem Knoblauchatem auf, die Pläne des bösartigen Schwarzen Juwels zu durchkreuzen - aber erst, nachdem er seine Schätze wiederhat!

Das Gameplay ist recht vielfältig, spielt sich aber im Großen und Ganzen in jedem Level bzw. in jeder Welt etwa gleich ab: In erster Linie geht es darum, einen Boss zu besiegen, die 8 Teile der goldenen Wario-Statue zusammenzusuchen und alle Schätze Warios in jedem Level wiederzufinden. Erst, wenn ein Boss besiegt ist, öffnet sich der Durchgang zur nächsten Welt - Jede dieser Welten besteht aus 2 Levels, der Umfang der Spielwelt hält sich also in Grenzen. Um sich seiner Feinde zu entledigen, stehen Wario eine Reihe Moves zur Verfügung, die er in verschiedenen Situationen richtig anwenden muss. Wichtigste Aktionen sind hierbei der normale Sprung, der Wario-Punch oder die sogenannte Vorstoß-Attacke. Außerdem lassen sich die Gegner aufheben und gegen andere Gegner schleudern, sowie zum Öffnen von Bodenluken benutzen. Wird Wario von einem Gegner getroffen, so verliert er eines seiner Herzen, welches er durch das Einsammeln von Knoblauch wieder auffrischen kann. Weiterhin behilflich sind ihm verschiedene Items der Spielewelt, wie z.B. Skulpturen, mit denen Wario um sich wirbeln und somit mehrere Gegner auf einen Streich ausschalten kann. In den Levels sollte man immer Ausschau nach den sogenannten Wichtlingen halten, da diese einsammelbar sind und Informationen über Gegner sowie das Schwarze Juwel mit sich bringen.

Fazit: Wario World könnte eigentlich ein richtig gutes Spiel sein, wenn nicht hier und da ein wenig zu lässig an die Sache herangegangen wäre. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist mit ein bisschen Übung irgendwann so leicht, dass man sich fragt, wozu man die vielen Herzen überhaupt braucht und die Gegner machen einem nicht wirklich zu schaffen, da sie viel zu leicht zu durchschauen sind. Viel Spaß hingegen macht das Sammeln der vielen, vielen Schätze, Obwohl das Spiel mit seinen nur insgesamt 8 Levels viel zu kurz ausfällt, lassen sich in diesen wenigen Welten unzählige Schätze und Extras finden, was den Spielspaß neben den Mankos gut ausgleicht. Insgesamt gesehen ist Wario World also ein Spiel, welches trotz seiner wenigen Bekannt- und Beliebtheit doch sehr viel Spaß machen kann, aber leider von den Entwicklern wohl nicht 100%ig durchgezogen wurde. An die "Großen", wie z.B. Super Mario Sunshine wird es nie herankommen, aber wer ein wenig Abwechslung von Mario und ein nettes Jump'n Run sucht, der macht mit dem Kauf dieses Spiels sicher nichts falsch und hat eine spaßige, wenngleich auch kurze Beschäftigung gefunden.


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