Super Mario World 2: Yoshi's Island - Review

Yoshi's Island erschien 1995 und ist ein außergewöhnliches Jump'n Run, das sich damals durch seine neuartige Grafik und das abwechslungsreiche Gameplay stark von der Konkurrenz absetzte.
Story: Geschichtlich spielt das Spiel in einer Zeit, in der Mario, Luigi und Bowser noch Babys sind. Ein Storch bringt Mario und Luigi gerade zu ihren Eltern, als die Hexe Kamek angeflogen kommt um die beiden zu entführen. Glück im Unglück - Sie bekommt nur Luigi, während Mario in die Tiefe stürzt, genau auf den Rücken der allseits bekannten Echse Yoshi. Dieser beschließt nun Mario mit seinen Yoshi-Freunden unter die Arme zu greifen. Die Kamekhexe bemerkt allerdings den Verlust von Mario, woraufhin sie ihre Diener losschickt, ihn zu suchen. Nun gilt es in 5 Gebieten mit jeweils 8 Levels Luigi zu finden. Dies geschieht in einer Art Staffellauf. In jedem Level steht Baby Mario ein andersfarbiger Yoshi zur Seite, gameplaytechnische Änderungen hat das aber nicht zur Folge.

Gamplay: Das Gameplay unterscheidet sich stark von seinem direkten Vorgänger (Super Mario World) oder anderen Jump'n Runs dieser Zeit. Als Erstes fällt auf, dass man immun gegen fast jeden Gegner ist. Berührt man einen, so fällt lediglich Mario vom Schoß Yoshis und fliegt in einer Blase durch die Luft. Es gilt ihn schnellst möglich wieder einzusammeln, denn tut man dies nicht, so verliert man ein Leben, sobald der Zähler am oberen Rand des Bildschirms auf 0 steht. Dieser Zähler ist sozusagen die Lebensenergie. Der Zähler lädt sich von selbst bis 10 auf, ansonsten gibt es nur noch die Möglichkeit, durch einsammeln von kleinen Sternen den Zähler bis maximal 30 Punkte aufzustocken. Auch Yoshis lange Zunge findet im Spiel Bedeutung: Hauptsächlich „isst“ man damit die Gegner, Yoshi streckt also seine lange Zunge heraus, fasst einen Gegner und „schleckt“ ihn auf. Man kann nun, wahlweise den Gegner wieder ausspucken, was dazu dient andere Gegner unschädlich zu machen, oder man verschluckt den Gegner und aus ihm wird ein Ei, welches fortan hinter Yoshi herhüpft. 6 Stück auf einmal sind das Maximum, verschluckt man ein weiteres, so verschwindet das jeweils letzte. Diese Eier kann man nun dazu verwenden, um damit verschiedene Sachen, wie z.B. Gegner, abzuschießen.

Dieses Element wird auch benutzt um Rätsel zu lösen, so gilt es etwas eine Kurbel anzuschießen, damit diese einen gefährlichen, mit Dornen gespickten Block hochzieht. Besonders große Gegner bringen Yoshi sogar größere Eier, die z.B. beim Aufprallen auf dem Boden alle Gegner im Sichtbereich in Sterne verwandeln. Hinzu kommen noch verschiedenfarbige Eier. Ein rotes Ei gibt 2 Sterne, ein gelbes Ei gibt eine gelbe Münze und ein blinkendes Ei bringt eine rote Münze, dazu weiter unten mehr. Hinzu kommt - Springt man und hält den Sprungknopf weiter gedrückt, so strampelt Yoshi noch eine Zeit lang in der Luft, bevor er fällt. Praktisch, weil man dem Abgrund dadurch noch einmal entkommen kann. Außerdem kann sich Yoshi in bestimmten Levels in verschiedene Fahrzeuge verwandeln, etwa in einen Hubschrauber. Auch Mario kommt zum Zuge: In manchen Levels kommt es so z.B., dass man einen umherhüpfenden Stern findet, der dazu führt, dass Mario einen Mantel erhält (Bekannt aus Super Mario World) und nun schnell wie der Wind umherrennen kann - So schnell, dass er selbst an Wänden „kleben“ bleibt und weiterlaufen kann. Jedes Gebiet bringt jeweils 2 Bosskämpfe mit sich, die meist in einem Schloss stattfinden. Hierbei geht es hauptsächlich darum, übergroße Versionen normaler Gegner zu besiegen. In jedem Level kann man auch einen Highscore aufstellen, der sich aus aus den gesammelten Sternen (Maximal 30), 20 in jedem Level versteckten roten Münzen und 5 ebenfalls versteckten Blumen zusammensetzt. Demnach ist in jedem Level eine maximale Punktzahl von 100 zu erreichen. Schafft man dies in jedem Level eines Gebietes, so kann man ein Geheimlevel sowie ein Bonusspiel freispielen.

Fazit: Yoshis Island ist und bleibt ein Klassiker, der noch heute zu unterhalten weiß. Spielerisch, sowie grafisch ist alles sehr hübsch gestaltet worden, vor allem die niedliche Grafik und die lustigen Soundeffekte bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Die Levels sind stets unterhaltsam und bieten immer wieder etwas Neues, was wohl auch daraus resultiert, dass man erstmals in einem Jump'n Run 3D-Effekte benutzte (z.B. im Hauptmenü). Die kleinen Animationen und vielen Gegnerarten wissen zu gefallen, die Musik hat Ohrwurmstatus und missfällt nur selten. Alles in allem ein gelungenes Spiel, welches noch heute, etwa 14 Jahre nach dem Release, begeistert. Wer auf zweidimensionale Jump'n-Run-Action steht, sollte sich das Spiel auf jedenfall zu Gemüte ziehen. Einziger negativer Punkt: Die letzten Levels werden teilweise zu schwierig und die gesamte Anzahl aller Levels fällt auch etwas mager aus. Etwas mehr wäre hier besser gewesen. „Sehr Gut“ gemacht ist das Spiel dennoch, da man über solche Kleinigkeiten getrost hinwegsehen kann.